„Eizellspende im 21. Jahrhundert“

/„Eizellspende im 21. Jahrhundert“

Immer später bekommen Frauen in den Industrieländern heutzutage ihr erstes Kind. Dieses Phänomen ist in ganz Europa zu beobachten. In Spanien liegt das durchschnittliche Alter bei 30,5 Jahren, in Deustschland bei 29,4 Jahren. Ein Ende dieser Tendenz ist noch nicht abzusehen.

Und was ist der Grund für diese Verzögerung?
Ein Artikel der New York Times von August 2018 zeigt, dass Frauen mit Universitätsabschluss im Durchschnitt ihr erstes Kind 7 Jahre später bekommen als diejenigen ohne einen solchen Abschluss. Und oft werden diese Jahre dazu benutzt, die Berufskarriere aufzubauen und ein gesichertes Einkommen zu erreichen. Menschen mit einem höheren sozioökonomischen Status haben “wichtigere Dinge” zu tun als Eltern zu werden, wie z.B. eine höhere Ausbildung abzuschließen oder eine erfüllende Tätigkeit auszuüben. Zudem wird die Mutterschaft hinausgezögert, weil nicht der richtige heiratswillige Mann zur Hand ist.

Mit dem Älterwerden, besonders der Frau, erhöht sich die Zahl der Paare, die auf Behandlungen der künstlichen Fortpflanzung zurückgreifen. Mit dem Älterwerden, vor allem ab 37 Jahren, geht auch ein drastischer Abstieg der Eierstockreserven einher. Nicht nur die Eizellen nehmen ab, sondern auch ihre Qualität, was das Risiko einer Fehlgeburt erhöht. Die Jahre tragen dazu bei, dass sich gynäkologische Probleme wie Endometriose, Myome, Polypen usw. entwickeln können.

Wir wissen, dass eine natürliche Schwangershaft ab 43 Jahren praktisch unmöglich ist. Daher steigen Eizellspenden kontinuierlich an. In Katalonien wurden 2001 nur 613 Zyklen durchgeführt. Weniger als 10 Jahre später ist die Zahl auf über 10.000 gestiegen. Es gibt verschiedene Faktoren, warum Spanien die Zahl der Eizellspenden in Europa anführt.

Die Eizellspende-Behandlung ist nicht vom Alter der Frauen abhängig, da die Eizellen durch jüngere Eizellen ersetzt werden, die von einer Spenderin stammen. Eizellspende hat mehrere medizinische Indikationen wie: frühe Menopause, wiederholte erfolglose künstliche Befruchtungsbehandlungen, niedrige Eierstockreserven und schlechte Eizellqualität.

In allen Eizellspendeprogrammen muss man sich vor allem auf 3 Punkte konzentrieren: auf die bestmögliche Spenderinnenauswahl (nicht nur durch äußere Merkmale, auch durch eine Analyse auf genetische Kompatibilität), auf die bestmögliche Übereinstimmung von Spenderin und Empfängerin und schließlich auf die bestmögliche Embryoauswahl.

Spenden erfolgen in Spanien uneigennützig und anonym. Unser Team ist für seine hervorragende Betreuung dieser wichtigen Personen bekannt.

 

Dr. Xinxin Lin – Curriculum Vitae

Abgeschlossenes Medizinstudium an der Universität von Barcelona mit Spezialisierung auf Geburtshilfe und Gynäkologie im Krankenhaus Joan de Deu, Barcelona.

Ein Teil des Studiums absolvierte sie in der Klinik für assistierte Reproduktion IVI – Barcelona und belegte verschiedene Kurse mit Schwerpunkt reproduktiver Endokrinologie und assistierter Reproduktion in der Klinik San Pau Barcelona. Sie hat auch an ESHRE Fortbildungen teilgenommen.

2016 – 2017 Assistenzärztin in der Abteilung für pränatalen Ultraschall und in der Notaufnahme der Abteilung für Geburtshilfe und Gynäkologie in der Klinik BCNatal Hospital Sant Joan de Déu Barcelona. Notfalldienst in der Abteilung für Geburtshilfe und Gynäkologie sowohl in der Klinik Corachan als auch in der Klinik Diagonal in Barcelona.

Seit 2016 ist sie als Fachärztin im Bereich der assistierten Reproduktion tätig, als Teil des medizinischen Teams der Klinik Barcelona IVF.

In Ihrem wissenschaftlichen Lebenslauf sind drei Artikel in renommierten wissenschaftlichen Zeitschriften (auf Spanisch und auf Englisch) hervorzuheben, sowie fünf Vorträge auf nationalen und internationalen Kongressen.

 

 

 

2019-02-12T12:34:51+00:00