„Social Freezing – Vitrifikation von Eizellen“

/„Social Freezing – Vitrifikation von Eizellen“

Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte hat sich der Kinderwunsch in Deutschland, aber auch in anderen Industrienationen in eine spätere Lebensphase verschoben. Mit zunehmendem Lebensalter der Frau nimmt sowohl die Anzahl als auch die Qualität der Eizellen ab. Dieser demographische Wandel hat dazu geführt, dass das sogenannte „Social Freezing“ zunehmend als Option wahrgenommen wird, um die Chancen für eine erfolgreiche Schwangerschaft auch bei spätem Kinderwunsch zu erhöhen. Social Freezing bezeichnet das vorsorgliche Einfrieren (Vitrifizieren) von unbefruchteten Eizellen ohne medizinische Indikation. Diese Möglichkeit gibt Frauen, die sich ihren Kinderwunsch aktuell nicht erfüllen können, größere Chancen auf eine Schwangerschaft jenseits des Alters von 35 Jahren. Durch verbesserte Methoden ist es inzwischen möglich, hohe Überlebens- (80–90 %) und Befruchtungsraten (60–70 %) zu erreichen, die die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft erhöhen.

Zum Schlagwort großer medialer Aufmerksamkeit und (arbeits-) ethischer Kontroverse wurde der Begriff, als im Oktober 2014 die Firmen Facebook und Apple bekannt gaben, bei ihren Mitarbeiterinnen die Kosten für Social Freezing zu übernehmen.

 

 

2019-02-11T15:07:45+00:00