„Legale Leihmutterschaft in einem EU-Land: Unsere Erfahrung in Griechenland“

/„Legale Leihmutterschaft in einem EU-Land: Unsere Erfahrung in Griechenland“

„Legale Leihmutterschaft in einem EU-Land: Unsere Erfahrung in Griechenland“

Dr. Ioannis Zervomanolakis

Southeastern Fertility Solutions

 

Auf Grund der Gesetzgebung ist die Leihmutterschaft aus medizinischer Indikation als Option zur Kinderwunscherfüllung in Griechenland möglich. Infolgedessen entscheiden sich viele Paare aus anderen EU-Ländern für die Behandlung in unserem Land. Wegen meiner Tätigkeit als Leitender Oberarzt der Kinderwunschabteilung an der Uniklinik Innsbruck zwischen 2006 und 2009 bzw. meiner Facharztausbildung in Deutschland und meiner Dissertation an der Universität Bonn betreue ich nun erfolgreich viele Paare aus Deutschland bzw. Österreich, die sich zur Behandlung zwecks Leihmutterschaft an mich wenden.

Die Behandlung, Schwangerenbetreuung bzw. Entbindung inklusive, findet in der Klinik IASO in Athen statt. Es handelt sich um die größte Entbindungsklinik Griechenlands mit ca. 10.000 Entbindungen jährlich. Die Kinderwunschabteilung, die sog. Institute of Life-IASO, ist die führende IVF-Klinik in Griechenland, in der über 2.500 Behandlungen jährlich durchgeführt werden. Unser IVF-Labor verfügt über Embryoscope, elektronisches Überwachungssystem RI-Witness bzw. allerneueste Technik. Somit werden Schwangerschaftsraten von 57% in der Altersgruppe zwischen 35 und 39 Jahren bzw. 77% in der Eizellempfängerinnengruppe erzielt. Das Qualitätsmanagement wird unter Aufsicht von Dr. Gloria Calderon durchgeführt, nämlich einer weltweit anerkannten Embryologin, die über viele Jahre als Leitende Embryologin der IVI-Gruppe in Spanien tätig war. Somit wird die Leistungsqualität unseres Labors gewährleistet.

In Griechenland setzt der Gesetzgeber voraus, dass das Verfahren nur aus medizinischen Gründen durchgeführt werden darf. Selbstverständlich stellen die erfolglosen IVF-Versuche, Hysterektomie, Krebserkrankungen bzw. diverse internistische Erkrankungen die medizinische Indikation zur Leihmutterschaft dar. Zur Behandlung sind weder ein Mietvertrag noch der Aufenthalt in Griechenland bzw. die Griechische Staatsangehörigkeit erforderlich.

Als erster Schritt vor der Behandlung wird ein Treffen mit der potenziellen Leihmutter in Griechenland organisiert, um sicherzustellen, dass sie eine für das Paar geeignete Leihmutter ist und beide Seiten bereit sind, weitere Schritte zu unternehmen. Die Kandidatinnen sind Patientinnen unserer Klinik, die sich als potentielle Leihmütter zur Verfügung stellen. Danach wird ein Antrag von unserem Anwalt gestellt, damit das Gerichtsverfahren eingeleitet wird. So lässt es sich gewährleisten, dass sowohl das Paar als auch die Leihmutter gesetzlich abgedeckt werden. Erst nach Abschluss des Gerichtsverfahrens in 3-4 Monaten darf man die Behandlung unternehmen.

Als EU-Land im Schengen-Raum bietet Griechenland alle rechtlichen Voraussetzungen an, damit das Verfahren reibungslos abgewickelt wird. Nach der Geburt gelten die Partner als gesetzliche Eltern des Kindes und werden als alleinige Eltern in die Geburtsurkunde des Kindes eingetragen. Somit werden alle Rechte der Leihmutter aufgelöst. Anschließend können die Eltern den Antrag zum Reisepass des Kindes stellen. Ein Adoptionsverfahren ist nach griechischem Recht nicht erforderlich.

Die Leihmutterschaft ist in den meisten EU-Ländern aus medizinischen, ethischen bzw. rechtlichen Gründen nicht erlaubt. Die Erfahrung in Griechenland zeigt, dass die Behandlung erfolgreich abgeschlossen werden kann, vorausgesetzt, die ausführliche Rechtsberatung zum Schutz aller beteiligten Seiten bzw. der Respekt vor der Würde der Leihmutter, des Kindes und der Eltern sind gewährleistet. Mehr Information finden Sie unter www.sfertilitysolutions.com bzw. www.womancenter.gr.

 

2019-01-17T12:33:13+00:00